Biodiversitätsmonitoring auf der Alm

Wir schauen auf unsere Almen - Biodiversitätsmonitoring auf der Alm

AlmbewirtschafterInnen aus ganz Österreich beobachten auf ihren Almflächen die Entwicklung selten gewordener Pflanzen und Tiere. Das Projektmotto „Wir schaun auf unsere Almen“ steht dabei nicht nur für das jährliche Zählen und Dokumentieren, sondern auch für die Bereitschaft zu einem achtsamen Umgang mit der Natur und zur aktiven Zusammenarbeit von Almwirtschaft und Naturschutz.

Verstehen durch Beobachten
Die positiven Erfahrungen des Projekts „Landwirtinnen und Landwirte beobachten Pflanzen und Tiere“ waren der Anlass, dass seit 2014 auch Almbäuerinnen und Almbauern d’rauf schauen. Kern der Projektidee ist es, die AlmbewirtschafterInnen für die besonderen Pflanzen und Tiere auf den Almen zu begeistern. Durch das Beobachten und Zählen von ausgewählten Zeigerarten lernt man, die Zusammenhänge zwischen der Bewirtschaftung und dem Vorkommen von Orchideen, Warzenbeißern oder Enzianen besser zu verstehen.
Zeichnung von Nina Dietrich
Vielen AlmbewirtschafterInnen ist der Wert der enormen Artenvielfalt auf ihren Almwiesen und -weiden nur teilweise bekannt. Durch gezieltes Hinsehen wird der Blick für die Besonderheiten geschärft. Ob Arnika, Kohlröschen oder Wolfsspinne, die artenreichen Almwiesen haben Vieles zu bieten!

Milchdeckel und Co - Almgäste werden eingebunden
Almen sind ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt, für Einheimische, Touristen und Naturliebhaber. Sie alle kommen auf die Almen und sind von der bemerkenswerten ökologischen Vielfalt der alpinen Kulturlandschaft begeistert. Dass diese Vielfalt an Lebensräumen und besonderen Pflanzen- und Tierarten erst durch das Zutun des Menschen geschaffen wurde und nur durch eine angepasste Almbewirtschaftung erhalten werden kann, ist den wenigsten bewusst. Deshalb werden die Gäste auf ausgewählten Almen durch verschiedene Informationsmaterialien und Hinweistafeln auf das Projekt „Wir schauen auf unsere Almen!“ aufmerksam gemacht.
Hinweistafel auf Lammersdorfer Alm
Auf einigen Almen können die AlmbesucherInnen selbst die festgelegten Indikatorarten suchen und so das Monitoring hautnah erleben. Hierfür wurden auf den ausgewählten Almen Hinweistafeln und Almbücher erstellt. Wer neugierig ist, was da alles drin zu finden ist, kann als Beispiel das Almbuch der Arzler Alm (PDF) durchblättern.

Die Sensibiliserung der Almgäste erfolgt aber nicht nur auf den Weideflächen, sondern auch während der Almjause. Unsere Indikatorarten werden darauf mit je einer spannenden Frage und einer originellen Antwort ins Zentrum gerückt, hier am Beispiel der Arnika:

Milchdeckel Arnika VorderseiteMilchdeckel Arnika Rueckseite 1
Milchdeckel Arnika VorderseiteMilchdeckel Arnika Rueckseite 2